Notizen & Überlieferung
Über die Nornir
Die Nornir sind Wald-Daeva, die in Harmonie mit den Elim in Wäldern wie dem Moslanwald und dem Läuterungswald lebten.
Doch hinter dieser Existenz verbirgt sich eine schmerzhafte Vergangenheit:
Sie waren einst Karas.
Als „Karas“ bezeichnet man Daeva, die durch den Mangel an Od sowie
durch die Exposition gegenüber Drana,
der Energiequelle der Balaur, mutiert sind.
Die Daeva betrachteten diese Karas
als verfluchte und krankhafte Wesen und verstießen sie.
Außerdem verbrannten sie diese auf dem Scheiterhaufen oder begruben sie bei lebendigem Leib.
Aus eben diesen Karas entstand schließlich die Gruppe der Nornir, als die drei Frauen des Schicksals – Urd, Skuld und Verdandi, die sich im Wald verborgen hielten – sie heilten und sich ihrer annahmen.
Heutzutage werden die Nornir von Urd,
einer jener drei Frauen, angeführt.
Altgard verfiel durch die Strategie des Drachengebieters Fafnir dem Chaos:
Die Legionen zerfielen, und die Daeva, von Verwirrung ergriffen, begannen einander zu töten.
Mutierte Karas, oder jene, die auch nur dessen verdächtigt wurden, wurden bei lebendigem Leibe begraben.
So wurde Altgard von Wahnsinn und Gewalt erfasst.
In dieser Zeit zerstörte und verbrannte der Hohepriester Hystan,
dessen Seele von Fafnit verschlungen worden war
und dessen Körper nur noch leer umherirrte,
den Moslanwald.
Zu dieser Zeit stellten sich die Nornir an vorderster Front dem Leib des Hohepriesters entgegen und konnten in Zusammenarbeit mit Nemon und der Reißzahnlegion seinen Körper schließlich sichern.
Doch nachdem der Wald in Flammen aufgegangen war und sie ihre Heimat verloren hatten,
flohen die Überlebenden in alle Richtungen
und wurden zu Gejagten.
Die Nornir tragen charakteristischerweise Gewänder, die ihren Körper und ihr Gesicht verhüllen, um die Spuren ihrer Vergangenheit als Karas zu verbergen. An ihren Körpern sind oft noch die Narben der Versteinerung zu erkennen, durch die sie einst geheilt wurden.
Die Kraft der Versteinerung ist eine der Fähigkeiten der Drei Schicksalsfrauen. Diese wurde verwendet, um die Karas zu heilen. Darüber hinaus dient die Versteinerung auch als Mittel der Verteidigung, etwa als Schutzmechanismus gegen Eindringlinge in die Orakelstätte.