Notizen & Überlieferung
Hillsroter-Tagebuch
[Monat X, Tag X]
Ein weiterer Tag mit rotem Himmel. Die Schreie und Flammen der Balaur verschlingen ganz Eltnen in einem Feuerball. Legat Castor führt die verbliebenen Soldaten an und kämpft weiter. Wir, die Goldene Zweigbrigade, waren immer vor allen anderen auf dem Schlachtfeld. Aber dieser Kampf fühlt sich anders an. Noch nie waren wir so überwältigt von der schieren Zahl und Stärke des Feindes.
[Monat X, Tag X]
Wir haben dreimal Verstärkung beim Elyos-Kommando angefordert. Doch alles, was zurückkam, war eine kurze Nachricht: „In dieser Lage können keine Männer abgestellt werden. Jede Einheit muss alleine zurechtkommen.“ Alleine zurechtkommen, sagen sie. Sie begreifen nicht, wie ernst die Lage ist. Der Himmel ist zerrissen, der Boden eingestürzt, Menschen und Daeva werden zu Asche. Legat Castor sagte nichts. Das war auch nicht nötig. Seine geballte Faust sagte alles.
[Monat X, Tag X]
Wir kämpfen nicht mehr. Wir laufen davon. Der Durst war stiller und zerstörerischer als die Angst.
[Monat X, Tag X]
Zum ersten Mal haben wir uns mit Gewalt genommen, was nicht uns gehörte. Kirilion und ich redeten vor dem Wasserfass des Shugo kein Wort. Wir stillten bloß einfach unseren Durst. Um zu überleben. In diesem Moment waren wir keine Brigade und keine Daeva mehr. Es ging nur noch ums Überleben.